ak 2019 beine tuepker 10 web250 Quadratmeter mit modernster Technik in bester Lage: Martin Tüpker kann sich über zu wenige Kunden nicht beklagen. In der westfälischen Stadt Ahaus hat er eine »heiße« Filiale zusätzlich zum rund 15 Kilometer entfernten Stammsitz in Gronau.

Vor zwanzig Jahren übernahm der Textilreinigermeister die elterliche Wäscherei Beine, modernisierte das Unternehmen und expandierte unter anderem in die Nachbarstadt. Vor zwei Jahren entschied er sich für einen Standortwechsel in Ahaus und investierte gleichzeitig in moderne Technik. Die neue Filiale liegt jetzt an einem großen Parkplatz mit Supermarkt und mehreren Einzelhandelsgeschäften.

Bereits beim Betreten der Wäscherei Beine in Ahaus hat man ein gutes Gefühl. Optisch ist alles hell, freundlich und chic. Das Entrée wird durch den Tresen abgegrenzt, der Kunde hat einen freien Blick in die Produktion: auf Maschinen und Geräte, Mitarbeiterteam und fertig bearbeitete Kleidungsstücke im Sortierband.

»Wir können noch so gute Arbeit machen, wenn wir uns nicht vernünftig verkaufen, dann wird daraus nichts«, sagt Martin Tüpker. Er legt nicht nur Wert auf eine qualitativ hochwertige Dienstleistung, sondern auch auf ein sauberes, professionelles Image. Mit dem modernisierten Betrieb ist er sehr zufrieden. Bei dessen Planung hat unter anderem der damalige Multimatic-Berater Jens Appelbaum geholfen, bevor er im Mai 2018 zur Ecolab Deutschland GmbH wechselte. Als Territory Manager und Verfahrenstechniker betreut Appelbaum jetzt die Ecolab-Wäschereikunden hinsichtlich Waschverfahren und Chemieeinsatz.

Textilreinigermeister Martin Tüpker
(rechts)  im Gespräch mit Multimatic-Berater Ralf KösterIn Ahaus hat Martin Tüpker eine fabrikneue SENZA, die mit dem Lösemittel KWL reinigt. Diese Textilreinigungsmaschine ist aufgrund kurzer Trocknungszeiten sehr schnell. »Das senkt den Energieverbrauch und steigert gleichzeitig die Produktionsleistung«, erklärt Ralf Köster. Seit 2018 betreut er die Multimatic-Kunden in Bremen, Niedersachsen, Ostwestfalen und im Münsterland. Ralf Köster und Martin Tüpker kennen sich schon seit vielen Jahren und arbeiten gerne miteinander. Vor seinem Wechsel zu Multimatic hat Ralf Köster im Vertrieb für Büfa und Jensen profunde Branchenkenntnisse erworben. Mit zwei Edelstahltanks, einem Schleuderfilter, einer Destillation und einer Computersteuerung besitzt die SENZA alle Voraussetzungen für sichere, leicht anzuwendende Reinigungsverfahren im Bad-Verfahren. Tüpker: »Die Maschine ist für mein Unternehmen eine ideale Ergänzung, da sie mit KWL reinigt und ich in Gronau eine Per-Maschine habe. Ich kann jedes Teil annehmen und bekomme super Ergebnisse.« Beispielsweise werden schwer fettverschmutzte Teile in Gronau gereinigt, während andere Textilien, die besser mit KWL gereinigt werden können, zur Bearbeitung nach Ahaus kommen.

Auf Wunsch von Martin Tüpker wurde in Zusammenarbeit mit dem Verfahrenstechniker und Textilreinigermeister Tobias Homeier von Multimatic und dem Technischen Leiter Sven Bressert eine modifizierte SENZA geliefert. Unter anderem hat sie einen Differenzdrucktransmitter. Dieses Messgerät erlaubt eine feinere Niveauregulierung des Lösemittels und macht die Reinigungsmaschine wartungsärmer.

Rechts der Hochleistungsfinisher
MaxiShirty 484 im Einsatz, hinten links die SENZA mit individueller
Sonderausstattung nach KundenwunschAußerdem gibt es bei der SENZA in Ahaus dank eines Netzwerkanschlusses eine Fernwartung. In Großwäschereien ist das zwar schon länger möglich, aber für Textilreinigungen ist das etwas Besonderes. Tüpker: »Beispielsweise kann ich an meinem Arbeitsplatz in Gronau auf die Daten der SENZA zugreifen. Auch bei Störungen, muss man nicht unbedingt hinfahren, sondern die Multimatic-Techniker können mit der Fernwartung viele Dinge sofort regeln.

« Martin Tüpker ist jemand, der beherzt zupacken kann. Bei Udo Nagelschmidt in Rheine absolvierte er seine Ausbildung, anschließend machte er bereits mit 21 Jahren die Meisterprüfung im Textilreiniger-Bildungszentrum Münsterland (TBZ). Als im gleichen Jahr der Vater starb, führte er den elterlichen Meisterbetrieb gemeinsam mit seiner heutigen Ehefrau Stephanie Tüpker fort. Neben seinem Hauptberuf, gibt er heute sein Fachwissen als Referent im TBZ und beim DTV-Meisterkurs in Frankfurt weiter; von Christian Meinke übernahm er die Lehrtätigkeit für Themen rund ums Mangeln.

Mit Sorge beobachtet er, dass die Textilpflege-Branche nahezu keine Anziehungskraft auf zukünftige Fachkräfte ausübt. Tüpker: »Es ist fast unmöglich, gut ausgebildete Fachkräfte auf dem freien Markt zu finden. Auch junge Leute interessieren sich leider zu selten für eine Ausbildung als Textilreiniger.«

Der Handwerksmeister bemüht sich um die Qualifizierung seines Mitarbeiterteams. Tüpker: »Alle haben an Fortbildungen im TBZ Rheine teilgenommen. Das ist mir wichtig, damit sie wissen, was sie tun und damit sie Kunden fachlich gut beraten können. Von den Fortbildungen sind sie mit zusätzlichen Fähigkeiten und Ideen zurückgekommen. Das merkt man positiv im Berufsalltag, und das ist gut für Kunden und fürs Unternehmen.«